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Veranstaltungen 2026

Winterwanderung ins Stockumer Siebengebirge

KKV Hüsten erneut gemeinsam unterwegs

Bereits zum vierten Mal seit 2023 lud der KKV Hüsten zur traditionellen Winterwanderung ein. Am 21. Februar trafen sich 38 wanderfreudige Teilnehmerinnen und Teilnehmer um 15 Uhr vor der St. Pankratius-Kirche in Stockum, wo das Organisationsteam um Hubert Prange und Peter Gawenda die Gruppe herzlich begrüßte.

Winterliche Ausblicke und schöne Wegstrecken

Von dort aus startete die rund drei Kilometer lange Rundwanderung durch das landschaftlich reizvolle Stockumer Siebengebirge. Auch wenn der Winter sich in diesem Jahr eher mild zeigte, bot die Strecke zahlreiche beeindruckende Ausblicke: Immer wieder fiel der Blick auf den markanten, leicht schief wirkenden Turm der St. Pankratius-Kirche oder hinunter ins Tal nach Allendorf. Die abwechslungsreiche Wegführung und die ruhige Natur sorgten für eine angenehme Atmosphäre und viele gute Gespräche unterwegs.

Gemütliche Pause am Häismer Kreuz

Am Aussichtspunkt „Häismer Kreuz“ legte die Gruppe eine wohlverdiente Pause ein. Bei heißem Glühwein und erfrischenden kalten Getränken wurde in geselliger Runde geplaudert, gelacht und die Aussicht genossen. Solche Momente machen die Winterwanderung zu etwas Besonderem: Bewegung an der frischen Luft kombiniert mit Gemeinschaft und guter Stimmung.

Geselliger Ausklang im Gasthof Willecke

Der letzte Wegabschnitt führte die Wanderer zurück nach Stockum. Gegen 17 Uhr kehrte die Gruppe im traditionsreichen Landhotel Gasthof Willecke ein. Dort wartete auf die 38 Teilnehmer ein reichhaltiges Reibekuchenessen mit köstlichen Beilagen – von Lachs über Schinken bis hin zu Apfelmus war für jeden Geschmack etwas dabei.

In gemütlicher Runde ließen die Wanderfreunde bei gutem Essen, Getränken und angeregten Gesprächen den Nachmittag ausklingen. Einmal mehr zeigte sich: Die Winterwanderung ist fester Bestandteil des KKV-Jahresprogramms und verbindet Bewegung, Naturerlebnis und Gemeinschaft auf besondere Weise.

Ein gelungener Wandertag – und sicherlich nicht der letzte dieser Art.

Die Zukunft europäischer Industrie und die Zuwanderung mit Fachkräftesicherung

MdEP Birgit Sippel (SPD) am 22. Jan. 2026 zu Gast beim KKV Hüsten

Bei einer mit 38 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besuchten Veranstaltung des KKV Hüsten sprach die Europaabgeordnete Birgit Sippel (SPD) am 22. Januar 2026 über die aktuellen Herausforderungen der Europäischen Union – von Handelspolitik über Industrie und Fachkräftemangel bis hin zu Demokratie und Sicherheit.

Ein Schwerpunkt lag auf dem EU-Mercosur-Handelsabkommen. Frau Sippel betonte, dass Handelsabkommen keine Einbahnstraße seien: Europa profitiere sowohl durch Importe als auch durch Exporte. Gerade angesichts des Wegfalls des Russland-Handels, der Unberechenbarkeit der USA und politischer Risiken mit China brauche Europa verlässliche Partner in anderen Weltregionen. Südamerika sei daher ein wichtiger Zukunftsmarkt. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass im Abkommen Schutzklauseln für die europäische Landwirtschaft verankert seien, etwa zu Qualitätsstandards und Importmengen.

Ausführlich ging Frau Sippel auf die industriestrategischen Versäumnisse Europas ein. In Bereichen wie Batterien, Photovoltaik, Mikrochips und Medikamenten habe man sich in den vergangenen Jahren zu stark abhängig gemacht. Die aktuellen Krisen zeigten, dass Europa wieder mehr eigene Produktionskapazitäten aufbauen müsse – ohne sich vom Welthandel abzuschotten.

Ein weiteres Thema war die Bürokratie und Digitalisierung. Frau Sippel plädierte für einfachere Verfahren, mehr Verantwortungsbereitschaft in Verwaltungen und eine konstruktive Fehlerkultur. Als positives Beispiel nannte sie Estland, wo digitale Verwaltung den Alltag der Bürger deutlich erleichtert. Gleichzeitig warnte sie vor den Gefahren von Desinformation und Missbrauch durch Künstliche Intelligenz.

Großen Raum nahm die Diskussion um Fachkräftemangel und Migration ein. Frau Sippel machte deutlich, dass Zuwanderung notwendig sei – nicht nur für akademische Berufe, sondern auch im Handwerk, in der Pflege, im Transport- und Dienstleistungssektor. Gleichzeitig kritisierte sie lange Anerkennungs- und Genehmigungsverfahren sowie mangelnde Integration, die vorhandene Potenziale ungenutzt ließen.

Mit Blick auf die internationale Lage forderte sie ein stärkeres, selbstbewussteres Europa, das Demokratie, soziale Sicherheit und wirtschaftliche Stärke miteinander verbindet. Die EU müsse schneller entscheiden können, enger zusammenarbeiten und klare Kante gegenüber autoritären Tendenzen zeigen.

Die Veranstaltung endete mit einer lebhaften Diskussion und dem Appell, Europa nicht schlechtzureden, sondern aktiv mitzugestalten