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Veranstaltungen 2026

Europa braucht engagierte Christen

Am 3. September 2026 war MdEP Dr. Peter Liese (CDU) zu Gast beim KKV Hüsten. Sein Vortrag zum Thema „Europa braucht engagierte Christen“ teilte er in folgende Themenbereiche ein:

Engagement für Kirche, Werte und europäische Zusammenhänge

Als katholisch geprägter Christ machte Dr. Peter Liese zu Beginn seines Vortrags beim KKV deutlich, dass engagierte Christinnen und Christen notwendig seien, um die Krisen und Herausforderungen in Deutschland und Europa zu bewältigen. Er würdigte das Engagement kirchlicher Verbände und betonte die Bedeutung einer wertebasierten Politik gerade in Zeiten globaler Krisen.

Die Bedrohung durch Russland und europäische Solidarität

Die europäische Sicherheit werde durch gezielte Angriffe und hybride Einflussnahme herausgefordert. Als Beispiele nannte Dr. Liese Drohnenvorfälle über deutschen Flughäfen sowie einen Sabotageakt an der Strominfrastruktur im Rheinland. Experten führten solche Vorfälle auf die hybride Kriegsführung Russlands zurück.

Positiv hob Dr. Liese die europäische Solidarität hervor, die auch von politisch schwierigen Partnern in Mitteleuropa getragen werde.

Unterstützung der Ukraine als Gebot der Selbstverteidigung

Die Unterstützung der Ukraine sei nicht nur eine humanitäre und wertebasierte Verpflichtung, sondern liege auch im unmittelbaren Eigeninteresse Europas. Eine Kapitulation der Ukraine würde das Risiko eines direkten russischen Angriffs auf NATO-Gebiet deutlich erhöhen – möglicherweise zu einem Zeitpunkt, an dem Europa seine eigenen Verteidigungsfähigkeiten noch nicht ausreichend ausgebaut habe.

Globale Herausforderungen durch China, die USA und Russland

Mit Blick auf die Veränderungen in den politischen und wirtschaftlichen Strukturen der drei großen Mächte China, Russland und USA machte Dr. Liese deutlich, dass Europa diese Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen könne. Europa müsse stärker auf die eigene Stärke setzen.

Dazu gehöre insbesondere, den europäischen Binnenmarkt weiter zu vereinheitlichen und damit zu stärken. Auch die gemeinsamen Anstrengungen zur Sicherung von Frieden, Freiheit und unseren europäischen Werten müssten deutlich intensiviert werden.

Vollendung des Binnenmarktes und neue Freihandelsabkommen

Das leichte Wirtschaftswachstum in Deutschland sei vor allem dem starken EU-Binnenmarkt zu verdanken, der teilweise Verluste im Handel mit den USA und China ausgleiche. Um dieses Potenzial vollständig zu nutzen, müssten bürokratische Hürden zwischen den 27 Mitgliedstaaten weiter abgebaut werden.

Darüber hinaus seien internationale Freihandelsabkommen – etwa mit den Mercosur-Staaten sowie mit Indien und Australien – wichtig, um der heimischen Industrie neue Absatzmärkte zu erschließen und zugleich internationale Partnerschaften und geopolitische Bindungen zu stärken.

Arzneimittelversorgung: Europäische Lösungen gegen Lieferengpässe

Auch im medizinischen Bereich sei eine engere Zusammenarbeit der europäischen Staaten sinnvoll. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass insbesondere bei versorgungskritischen Arzneimitteln Engpässe entstehen können.

Mit dem EU-Rechtsakt zu versorgungskritischen Arzneimitteln sollen unter anderem die Versorgung mit Antibiotika, Insulin und Schmerzmitteln verbessert und Lieferketten widerstandsfähiger gemacht werden. Dazu sollen Lieferketten diversifiziert, die gemeinsame Beschaffung durch die Mitgliedstaaten erleichtert und die Produktionskapazitäten für Arzneimittel und Wirkstoffe innerhalb der EU gestärkt werden.

Verantwortung für den Klimaschutz und europäische Instrumente

Die Folgen des Klimawandels seien auch 2026 deutlich sichtbar. Von den Vertragsstaaten des Pariser Klimaschutzabkommens seien nur die USA unter Präsident Trump aus dem Abkommen ausgestiegen. Dies zeige zugleich die schwieriger gewordene Zusammenarbeit der EU mit der US-Regierung.

Positiv sei dagegen die Entwicklung beim europäischen Emissionshandel: Seit seiner Einführung im Jahr 2005 seien die Emissionen in den erfassten Sektoren deutlich zurückgegangen.

Entbürokratisierung und die Rolle der EU-Gesetzgebung

Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene würden Maßnahmen zum Abbau bürokratischer Hürden umgesetzt. Als Beispiel nannte Dr. Liese die Reform der europäischen Lieferkettenrichtlinie, durch die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen von umfangreichen Dokumentationspflichten entlastet werden sollen.

Auch wenn die Umsetzung europäischer Vorgaben Zeit benötige, sei die politische Marschrichtung eindeutig: Verwaltungsaufwand müsse reduziert und europäische Regelungen müssten einfacher und praxistauglicher werden.

Europäische Friedensordnung und EU-Erweiterung

Deutschland und Europa stünden an einem Scheideweg. Es bestehe die Gefahr, dass die Europäische Union durch politische Fragmentierung ihre eigene Stärke verspiele und zwischen den großen Machtblöcken zerrieben werde. Dadurch würden bestehende Probleme nicht gelöst, sondern neue Herausforderungen geschaffen.

Zusätzlich erschwerten europafeindliche Kräfte in verschiedenen Mitgliedstaaten die Zusammenarbeit innerhalb der Union.

Deshalb, so Dr. Liese:

„Wir alle sind gefragt! Wir alle sind gefordert! Wir müssen als engagierte Christen für die Demokratie kämpfen, wir müssen uns einig sein mit unseren Nachbarn. Wir entdecken, dass wir nur gemeinsam stark sind, wenn jeder bereit ist, Kompromisse einzugehen. Dann sind wir ein starkes Europa auf Basis der gemeinsamen Werte.“

Die 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich sehr angetan von den Ausführungen Dr. Lieses. Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, bei der zahlreiche Fragen zu den aktuellen Herausforderungen für Europa und zur Rolle der Kirchen und Christen in Politik und Gesellschaft erörtert wurden.

Besuch NRW Landgestüt und Altstadtrundgang durch Warendorf

Halbtagesfahrt nach Warendorf am 22.08.2026 mit 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Am 22. August 2026 machten sich 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im komfortablen Reisebus von Hüsten aus auf den Weg ins ostmünsterländische Warendorf – vorfreudig gestimmt auf einen erlebnisreichen Tag voller Kultur, Historie und westfälischer Gastfreundschaft.

NRW-Landgestüt: „Von preußischen Tugenden und Beamten auf vier Beinen“

Pünktlich um 14:00 Uhr begann das offizielle Programm auf dem parkähnlichen Gelände des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts. Die Führung stand unter dem vielsagenden Motto „Von preußischen Tugenden und Beamten auf vier Beinen“.

  • Die Gründung (1826): Die Wurzeln des Gestüts reichen in die preußische Zeit zurück. Nach den Umwälzungen der Napoleonischen Kriege gründete König Friedrich Wilhelm III. von Preußen am 28. Juli 1826 das Königlich Preußisch-Rheinisch-Westphälische Landgestüt. Ziel war es, die regional zerrüttete Pferdezucht durch hochwertige Zuchthengste systematisch zu stärken. Die ersten 24 Hengste wurden damals direkt aus Ostpreußen in das beschauliche 4.000-Einwohner-Städtchen Warendorf überführt.

  • Von der Armee zum Leistungssport: Dienten die Pferde im 19. und frühen 20. Jahrhundert noch primär der Landwirtschaft und dem Militär, wandelte sich der Fokus im Laufe des 20. Jahrhunderts hin zu modernen Sportpferden. Warendorf stieg als Sitz des Landgestüts sowie der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) vollends zur weltweiten „Hauptstadt des Pferdes“ auf.

  • Gegenwart: Heute ist die historische Anlage ein Landesbetrieb des Landes NRW. Die dort untergebrachten rund 90 Landbeschäler (Hengste) sind im übertragenen Sinne tatsächlich „Staatsbedienstete“ auf vier Beinen. Neben der Zucht stehen der Erhalt historischer Pferderassen und traditionelle Großveranstaltungen wie die berühmten Warendorfer Hengstparaden im Vordergrund.

Altstadt auf eigene Faust & Führung: „Zwischen Drachen und Katzenköppen“

Nach der Gestütsführung nutzte die Reisegruppe die Gelegenheit, die historische Innenstadt bei mildem Spätsommerwetter auf eigene Faust zu erkunden, bevor der geführte Stadtrundgang auf dem Programm stand.

  • Geschichte der Altstadt: Warendorf blickt auf eine über 1.200-jährige Siedlungsgeschichte zurück. Im Mittelalter stieg die Stadt durch ihre Lage an wichtigen Handelswegen und der Ems zu einem wohlhabenden Mitglied der Westfälischen Hanse auf, wovon der reiche Fundus an mittelalterlicher Architektur zeugt. Trotz großer Stadtbrände (u. a. 1404 und 1741) blieb der mittelalterliche Stadtgrundriss bis heute fast vollständig erhalten.

  • Drachen & Katzenköppe: Der Titel der Stadtführung erschloss sich bei einem Blick nach unten und nach oben:

    • Katzenköppe: So nennt man im Münsterland traditionell das rund geschliffene Kopfsteinpflaster (Wackensplitt) in den engen Altstadtgassen, deren Form an die Köpfe von Katzen erinnert.

    • Drachen: Dieser Begriff nimmt Bezug auf die farbenfrohen, floralen und fabelwesenartigen Fassadenverzierungen, Speier, Giebelmotive und Hauszeichen an den prächtigen Bürger- und Fünfgiebelhäusern rund um den historischen Marktplatz.

Einkehr im „Historischen Brauhaus Warintharpa“

Zum krönenden Abschluss ging es für die 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Historische Brauhaus Warintharpa. Bei deftigen westfälischen Spezialitäten und frisch gezapftem Bier klang der Halbtag in geselliger Runde aus.

  • Herkunft des Namens: Der Name Warintharpa markiert die Geburtsstunde Warendorfs. Er stammt aus der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes im Jahr 881 (aus der Zeit der sächsischen Besiedlung). Alt- bzw. mittelniederdeutsch lässt sich der Name zerlegen in:

    • Warin / Wara: Verweist vermutlich auf ein Wehrsystem aus Flechtwerk zur Fischerei in der Ems.

    • Tharpa: Die Urform des Wortes „Dorf“.

    • Übersetzung: Warintharpa bedeutet somit sinngemäß „Das Dorf am Uferdamm / an den Ems-Wehren“.

Vollgepackt mit Geschichte, Kultur und kulinarischen Eindrücken trat die Reisegruppe am Abend im Bus die entspannte Rückfahrt nach Hüsten an.

Klönabend 2026

Am 17. Juli 2026 nahmen 30 KKVerinnen und KKVer am schon traditionellen Klönabend im Biergarten der Gaststätte „Zur Alten Post“ in Herdringen teil. Bei angenehmen Temperaturen und herrlichem Sommerwetter begrüßte uns die Wirtin Binca Jüngst herzlich im Biergarten, den wir in vollen Zügen genießen konnten.

Neben kühlen Getränken gab es ein sehr gut schmeckendes Grillbuffet, das keine Wünsche offenließ. In harmonischer, gutgelaunter und heiterer Stimmung klang der Abend gemütlich aus.

Sommerfest – Besichtigung Steinbruch Ebel

Bei hochsommerlichen Temperaturen fand am Freitag, den 26. Juni 2026, das traditionelle Sommerfest des KKV Hüsten statt. Insgesamt 49 Mitglieder hatten sich zur Besichtigung des Steinbruchs Ebel und dem anschließenden gemütlichen Ausklang im Landgasthof Brinkschulte in Enkhausen angemeldet .

Der Treffpunkt war um 15:00 Uhr am Gut Habbel, wo uns die Projektleiter Herr Andreas Richter sowie Herr Axel Schaper in der angenehm temperierten Tenne herzlich in Empfang nahmen.

In einem kurzweiligen und sehr interessanten Vortrag stellte Herr Richter den Steinbruchbetrieb Heinrich Ebel GmbH & Co. KG vor. Das Unternehmen wurde bereits 1930 gegründet und umfasst heute die Standorte Werk Habbel, Werk Effenberg und Werk SBH. Im Steinbruch wird der Kulmplattenkalk abgebaut – ein hochwertiger Naturstein, der für den Straßen‑, Hoch‑ und Wasserbau unverzichtbar ist. Ohne diese heimischen Rohstoffe könnten zahlreiche Bauprojekte nicht realisiert werden.

Weitere Themen seines Vortrags waren die Abläufe der Sprengungen, der Einsatz moderner Filter‑, Sprüh‑ und Befeuchtungssysteme sowie die umfassenden Maßnahmen zur Rekultivierung der abgebauten Flächen. Besonders eindrucksvoll war der Hinweis auf die Reifenwaschanlage in den Steinbrüchen Effenberg und SBH und die Hochdruckreinigungs‑Kehrmaschine, die vor allem dem Standort Habbel und dem öffentlichen Raum zugutekommen. Weitere Informationen zum Unternehmen und zum Steinbruchbetrieb findet ihr unter www.steinbruch-ebel.de

Nach dem Vortrag organisierten Herr Richter und Herr Schaper mehrere Geländewagen, sodass wir in zwei Gruppen aufgeteilt durch den Steinbruch fahren konnten. Die Rundfahrt begann auf dem höchsten Punkt des Geländes und führte uns bis hinunter in den tiefsten Bereich. Dabei erhielten wir eindrucksvolle Einblicke in die eingesetzte Technik, den Gesteinsabbau und die umfangreichen Maßnahmen zur Rekultivierung. Für uns alle war es ein einmaliges Erlebnis – und die Hitze rückte dabei schnell in den Hintergrund.

Anschließend ging es weiter zum Landgasthof Haus Brinkschulte. Die Familie Brinkschulte servierte uns kleine Schweineschnitzel mit Salat, Pommes und Kroketten sowie drei verschiedene Saucen – ganz nach dem Motto „all you can eat“. In gemütlicher Runde, mit leckerem Essen, kühlen Getränken und vielen netten Gesprächen klang das Sommerfest langsam aus. Der Biergarten bot einen angenehmen Rückzugsort, an dem der Tag in entspannter Atmosphäre auslief.

Traditionswallfahrt zur Klosterkirche nach Oelinghausen

Am 07. Mai 2026 fand die jährliche Traditionswallfahrt zur Klosterkirche Oelinghausen statt. 40 Mitglieder aus den KKV‑Ortsgemeinschaften Hüsten und Neheim nahmen daran teil.

Der Pilgerweg begann um 18:30 Uhr am Oelinghauser Kreuz an den Vielwegen und führte die Teilnehmenden mit Fahnenträgern, Gebeten und Gesängen hinauf zur Klosterkirche.

Die festlich gestaltete Maiandacht wurde von Vikar Florian Reddeker geleitet und von Gebeten, Marienliedern und Orgelmusik begleitet. Sie gab der Wallfahrt einen würdigen und besinnlichen Rahmen.

Der Abend klang – wie schon in den vergangenen Jahren – traditionsgemäß im Gasthof Danne aus. Bei kühlen Getränken und einer herzlichen Atmosphäre entwickelten sich viele anregende Gespräche. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und die Gemeinschaft zu pflegen. Die Kommunikation und das Miteinander standen dabei ganz im Mittelpunkt und rundeten die Wallfahrt in angenehmer Weise ab.

Generalversammlung 2026

Am 17. April 2026 fand die Generalversammlung des KKV Hüsten im Landgasthof Schweineberg in Herdringen statt. Der Vorsitzende Norbert Runde begrüßte 50 KKVerinnen und KKVer. Zu Beginn wurde der im Jahr 2025 verstorbenen Mitglieder gedacht. Anschließend richtete der Geistliche Beirat, Dechant Daniel Meiworm, einige Grußworte an die Anwesenden. Die stellvertretenden Vorsitzenden Susanne Wiese und Achim Quadflieg präsentierten den Geschäftsbericht 2025 und erinnerten mit einer Bildpräsentation an die Ereignisse des vergangenen Jahres. Es folgten der Kassenbericht 2025 der Schatzmeisterin Martina Quadflieg und der Bericht der Kassenprüfer Michael Breker und Friedhelm Hennecke. Die Versammlung erteilte dem Vorstand daraufhin die Entlastung.

Bevor die Vorstandswahlen durchgeführt wurden, dankten der Vorsitzende Norbert Runde und sein Stellvertreter Achim Quadflieg den ausscheidenden Beisitzern Hubert Prange und Heiner Vogel für ihr jahrzehntelange Mitarbeit im Vorstand und überreichten Ihnen als Anerkennung ein Präsent.

Bei den anschließenden Vorstandswahlen kam es zu einen Wechsel an der Spitze. Norbert Runde kandidierte auf eigenen Wunsch nicht mehr als Vorsitzender. Die Versammlung wählte Achim Quadflieg einstimmig zum neuen Vorsitzenden; Norbert Runde übernimmt künftig das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Die bisherigen Beisitzer Ulrich Betkerowitz und Peter Gawenda wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als neue Beisitzer wurden zudem Michael Breker, Susanne Fingerhut und Alexandra Schlüter in den Vorstand gewählt. Helmut Schulte (Pressesprecher) und Günter Roland (stellvertretender Schriftführer) wurden in Ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Der neue Vorsitzende bedankte sich  im Namen aller KKVerinnen und KKVer bei seinem Vorgänger Norbert Runde für seine erfolgreiche Arbeit und überreichte ihm als Zeichen der Wertschätzung ein Präsent.

Bei den Kassenprüfern schied Friedhelm Hennecke turnusgemäß aus. Michael Breker legte sein Amt nieder, da er künftig als Beisitzer im Vorstand tätig ist. Der Vorstand dankte beiden für ihre zuverlässige und engagierte Prüfarbeit.  Zu neuen Kassenprüferinnen wurden Gisela Wilms und Susanne Büenfeld gewählt.

Bei den aktuellen Informationen wurde darauf hingewiesen, dass sich die Fahrt nach Warendorf um eine Woche auf den 22. August 2026 verschoben hat. Zudem wurde mitgeteilt, dass nähere Informationen zur Jahresfahrt nach Berlin erst kurzfristig bekanntgegeben werden können.

Besichtigung Firma HEICO

Am Freitag, dem 20. März 2026, nahmen insgesamt 53 KKV‑Mitglieder an unserer Veranstaltung teil, die uns zu einer Betriebsbesichtigung der Firma HEICO Befestigungstechnik GmbH in Ense führte.

Pünktlich um 15:00 Uhr wurden wir vor dem Haupteingang des Unternehmens von den Herren Grobe (Vertriebsleiter), Jost (Vertriebsmitarbeiter) und Schwane (Versandleiter) herzlich empfangen. Bereits hier erhielten wir erste interessante Einblicke in die Unternehmensgeschichte – von der Gründung im Jahr 1900 in Niederense bis hin zum heutigen, breit gefächerten Produktsortiment.

Die HEICO Befestigungstechnik GmbH ist heute ein international agierendes Unternehmen, spezialisiert auf hochwertige Schraubensicherungssysteme und Verbindungselemente für anspruchsvolle Anwendungen. Die Produkte finden weltweit Verwendung, unter anderem in Automobilen, Traktoren, Lastkraftwagen, Windkraftanlagen und sogar in der Weltraumtechnik.

In zwei Gruppen aufgeteilt, besichtigten wir anschließend die verschiedenen Produktionshallen. Während des laufenden Betriebs konnten wir die Herstellung unterschiedlicher Produkte aus nächster Nähe verfolgen und erhielten anschauliche Erläuterungen zu den hoch technisierten Abläufen und Strukturen des Unternehmens.

Auch das Nachhaltigkeitskonzept von HEICO wurde sichtbar: Nicht nur in den Produktionsprozessen, sondern auch am Ende der Führung, als uns Herr Schwane das firmeneigene Tiergehege im Außenbereich vorstellte – mit Ziegen, Alpakas, Eseln und Hühnern ein unerwartetes, aber sehr sympathisches Highlight.

Nach der informativen und abwechslungsreichen zweistündigen Führung ließen wir den Tag im nahegelegenen Restaurant Wulf ausklingen. Bei leckerem Essen, Getränken und vielen angeregten Gesprächen konnten wir die Eindrücke Revue passieren lassen und uns über eine rundum gelungene KKV‑Veranstaltung freuen.

Winterwanderung ins Stockumer Siebengebirge

KKV Hüsten erneut gemeinsam unterwegs

Bereits zum vierten Mal seit 2023 lud der KKV Hüsten zur traditionellen Winterwanderung ein. Am 21. Februar trafen sich 38 wanderfreudige Teilnehmerinnen und Teilnehmer um 15 Uhr vor der St. Pankratius-Kirche in Stockum, wo das Organisationsteam um Hubert Prange und Peter Gawenda die Gruppe herzlich begrüßte.

Winterliche Ausblicke und schöne Wegstrecken

Von dort aus startete die rund drei Kilometer lange Rundwanderung durch das landschaftlich reizvolle Stockumer Siebengebirge. Auch wenn der Winter sich in diesem Jahr eher mild zeigte, bot die Strecke zahlreiche beeindruckende Ausblicke: Immer wieder fiel der Blick auf den markanten, leicht schief wirkenden Turm der St. Pankratius-Kirche oder hinunter ins Tal nach Allendorf. Die abwechslungsreiche Wegführung und die ruhige Natur sorgten für eine angenehme Atmosphäre und viele gute Gespräche unterwegs.

Gemütliche Pause am Häismer Kreuz

Am Aussichtspunkt „Häismer Kreuz“ legte die Gruppe eine wohlverdiente Pause ein. Bei heißem Glühwein und erfrischenden kalten Getränken wurde in geselliger Runde geplaudert, gelacht und die Aussicht genossen. Solche Momente machen die Winterwanderung zu etwas Besonderem: Bewegung an der frischen Luft kombiniert mit Gemeinschaft und guter Stimmung.

Geselliger Ausklang im Gasthof Willecke

Der letzte Wegabschnitt führte die Wanderer zurück nach Stockum. Gegen 17 Uhr kehrte die Gruppe im traditionsreichen Landhotel Gasthof Willecke ein. Dort wartete auf die 38 Teilnehmer ein reichhaltiges Reibekuchenessen mit köstlichen Beilagen – von Lachs über Schinken bis hin zu Apfelmus war für jeden Geschmack etwas dabei.

In gemütlicher Runde ließen die Wanderfreunde bei gutem Essen, Getränken und angeregten Gesprächen den Nachmittag ausklingen. Einmal mehr zeigte sich: Die Winterwanderung ist fester Bestandteil des KKV-Jahresprogramms und verbindet Bewegung, Naturerlebnis und Gemeinschaft auf besondere Weise.

Ein gelungener Wandertag – und sicherlich nicht der letzte dieser Art.

Die Zukunft europäischer Industrie und die Zuwanderung mit Fachkräftesicherung

MdEP Birgit Sippel (SPD) am 22. Jan. 2026 zu Gast beim KKV Hüsten

Bei einer mit 38 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besuchten Veranstaltung des KKV Hüsten sprach die Europaabgeordnete Birgit Sippel (SPD) am 22. Januar 2026 über die aktuellen Herausforderungen der Europäischen Union – von Handelspolitik über Industrie und Fachkräftemangel bis hin zu Demokratie und Sicherheit.

Ein Schwerpunkt lag auf dem EU-Mercosur-Handelsabkommen. Frau Sippel betonte, dass Handelsabkommen keine Einbahnstraße seien: Europa profitiere sowohl durch Importe als auch durch Exporte. Gerade angesichts des Wegfalls des Russland-Handels, der Unberechenbarkeit der USA und politischer Risiken mit China brauche Europa verlässliche Partner in anderen Weltregionen. Südamerika sei daher ein wichtiger Zukunftsmarkt. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass im Abkommen Schutzklauseln für die europäische Landwirtschaft verankert seien, etwa zu Qualitätsstandards und Importmengen.

Ausführlich ging Frau Sippel auf die industriestrategischen Versäumnisse Europas ein. In Bereichen wie Batterien, Photovoltaik, Mikrochips und Medikamenten habe man sich in den vergangenen Jahren zu stark abhängig gemacht. Die aktuellen Krisen zeigten, dass Europa wieder mehr eigene Produktionskapazitäten aufbauen müsse – ohne sich vom Welthandel abzuschotten.

Ein weiteres Thema war die Bürokratie und Digitalisierung. Frau Sippel plädierte für einfachere Verfahren, mehr Verantwortungsbereitschaft in Verwaltungen und eine konstruktive Fehlerkultur. Als positives Beispiel nannte sie Estland, wo digitale Verwaltung den Alltag der Bürger deutlich erleichtert. Gleichzeitig warnte sie vor den Gefahren von Desinformation und Missbrauch durch Künstliche Intelligenz.

Großen Raum nahm die Diskussion um Fachkräftemangel und Migration ein. Frau Sippel machte deutlich, dass Zuwanderung notwendig sei – nicht nur für akademische Berufe, sondern auch im Handwerk, in der Pflege, im Transport- und Dienstleistungssektor. Gleichzeitig kritisierte sie lange Anerkennungs- und Genehmigungsverfahren sowie mangelnde Integration, die vorhandene Potenziale ungenutzt ließen.

Mit Blick auf die internationale Lage forderte sie ein stärkeres, selbstbewussteres Europa, das Demokratie, soziale Sicherheit und wirtschaftliche Stärke miteinander verbindet. Die EU müsse schneller entscheiden können, enger zusammenarbeiten und klare Kante gegenüber autoritären Tendenzen zeigen.

Die Veranstaltung endete mit einer lebhaften Diskussion und dem Appell, Europa nicht schlechtzureden, sondern aktiv mitzugestalten